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Rückblick des Online-Meetups Dezember 2020

Podigee gehört zur deutschen Podcast-Szene wie Billy zu Ikea. Als Podcast-Hoster und Analyse-Dienstleister nimmt das Berliner Unternehmen professionellen und ambitionierten Hobby-Podcastern seit 2013 die Arbeit ab, einen eigenen Webspace zu betreiben, über den der eigenen Podcast-Feed dann aus den Weiten des Internets gefunden und abgerufen werden kann.

Das ist einerseits wunderbar bequem. Denn Podigee bietet dadurch einen einfachen Zugang zu einem potentiell großen Publikum und erleichtert das Podcasten vor allem für die, die nicht die Zeit, Kompetenz oder Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen, wie ein Podcast-Feed „unter der Haube“ funktioniert und den Fehler zu suchen, wenn es eben auch mal nicht funktioniert.

Auf der anderen Seite ist das Unternehmen aber auch Teil eines Konzentrationsprozesses, der dem ursprünglichen Gedanken von Podcasts entgegensteht: Freiheit, Offenheit, Unabhängigkeit. Denn weil es das so einfach macht, bringt Podigee letztlich immer mehr Podcasts auf die Plattformen, die durch diese Inhalte immer mehr Einfluss gewinnen und damit viel Geld verdienen, während die eigentlichen Content-Anbieter leer ausgehen und sogar drauf zahlen. Denn ganz billig ist auch das Angebot von Podigee auch nicht.

Es gibt also gute Gründe, Podigee einmal selbst vor das Mikrofon zu holen und offen, kritisch und ehrlich über die Herausforderungen zu sprechen, die es mit sich bringt, ein Podcast-Unternehmen aufzubauen und gleichzeitig den Idealen der Community, aus der man stammt, verbunden zu bleiben.

Dankenswerterweise hat sich Christopher van der Meyden, Mitarbeiter der (fast) ersten Stunde bei Podigee dafür viel Zeit genommen und uns all unsere Fragen beim Dezember-Meetup ausführlich beantwortet.

Dafür noch einmal vielen Dank, denn es war in manchen Punkten eine durchaus kontroverse Diskussion, die aber gerade dadurch auch sehr erhellend war. Doch seht und hört am besten selbst!